Wach auf und träume ...

 

Wach auf und träume. Die Autobiographie

Hanna Schygulla, 208 Seiten, Verlag Schirmer Mosel, 2013, ISBN: 978-3829606585

 

Rezension

 

Es kommt nicht oft vor, dass Schauspieler und Schauspielerinnen ihre Autobiografie ohne die Hilfe eines Ghostwriters schreiben. Hanna Schygulla gehört zu diesen wenigen Ausnahmen. Deshalb liest sich ihre Autobiografie auch anders als die im Filmgeschäft üblichen, meist zum Gähnen langweiligen Selbstbespiegelungen.

 

Schygullas Buch nimmt von der ersten Seite an den Leser gefangen und strömt jenen exotischen Mix aus Ehrlichkeit und Verträumtheit, ja Entrücktheit aus, der sie in ihren zahlreichen Filmen zur Ikone werden ließ. Gleichzeitig offenbart sie in ihren Erinnerungen, Bekenntnissen und Resümees eine verblüffende Bodenhaftung und einen ausgeprägten Realitätssinn fernab jeder Divenhaftigkeit, die ihr so gerne von jenen unsterstellt wird, die sie nicht persönlich kennen.

 

Wer das Buch liest, wird sich nicht mehr wundern, wie es ihr auch mit über 60 immer wieder gelingt, neue Qualitäten und Talente hervorzuzaubern, als wäre dies das Selbstverständlichste der Welt. 

 

Diese Autobiografie ist mehr als nur eine interessante Lebensgeschichte für Cineasten. Schygullas Buch ist ein kluger Lebensratgeber aus der Feder einer blitzgescheiten, erfolgreichen Kosmopolitin.

 

(Michael Lang, freier Journalist)

Du ... Augen wie Sterne

Du ... Augen wie Sterne - Ein Portrait: Bilder und Texte, Hanna Schygulla, 128 Seiten, Verlag Schirmer Mosel, 2004, ISBN: 978-3829601245

 

Beschreibung

 

Sie war der Anti-Star des jungen deutschen Kinos, wurde als Münchner Vorstadt-Marilyn gefeiert, war Fassbinders „Heilige Nutte", seine „Effi Briest", „Maria Braun" und „Lili Marleen" - „Geschöpfe" eines charismatischen, besessenen Filmemachers und gleichzeitig unverkennbar sie selbst: Hanna Schygulla, die unter Rainer Werner Fassbinders Regie zu „der Schygulla" wurde und nach seinem Tod 1982 in Filmen u.a. von Schlöndorff, Godard und Carlos Saura international Karriere machte. Im Dezember 2003 ist sie sechzig Jahre alt geworden.

 

Das Portrait - zusammengesetzt aus einem Interview mit Hanna Schygulla sowie Statements von Freunden und Kollegen und reich illustriert mit Bildern aus ihren Filmen und Portraitaufnahmen von Irving Penn, Peter Lindbergh, Helmut Newton, Brigitte Lacombe, Alice Springs, Jim Rakete... - versteht sich als Hommage an eine ungewöhnliche und ungewöhnlich vielseitige Schauspielerin und Persönlichkeit, die in gewissem Sinn bis heute ihrem Status als „Anti-Star" treu geblieben ist.

 

(Amazon)